Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Buckelvolvo PV544 Landesgartenschau Bad Nauheim 2010 Das gute Stück 

Volvo PV544 C             volvo = (lat.) ich rolle 

Der Volvo PV544 wird im Volksmund „Buckelvolvo“ oder „alter Schwede“ genannt.

Der PV544 wurde ab 1958 als Nachfolger des PV444 produziert, der seit 1944 gebaut wurde. Vom PV444 wurde der 4-Zylindermotor mit 60 bis 80 PS und das Drei-oder Viergang- Getriebe mit dem Hinterradantrieb übernommen. Er wurde komplett überarbeitet, bekam eine ungeteilte Frontscheibe,  ein neues Armaturenbrett und Platz auf der Rückbank für nun drei Erwachsene.

Im Jahre 1961 bekam der PV 544 eine 12-Volt-Anlage. 1962 wurde der seit Ende der 1940er Jahre mit Phosphat-Tauchgrundierung ohnehin schon sehr gute Rostschutz nochmals verbessert.

Der Erfolg des Wagens hielt an, und er war sogar mehrere Jahre der meistverkaufte Personenwagen in Schweden.

Der letzte PV, ein schwarz lackiertes Modell „Sport“ mit 95 PS, wurde am 20. Oktober 1965 um 15:00 Uhr vom Band gefahren. Er steht im Volvo-Museum in Göteborg, nahe der Fabrik in Torslanda.

Der PV wurde in 243.995 Exemplaren als Limousine und auch als Kombi (PV210) „Duett" in 59.544 Exemplaren hergestellt.

Mit dem PV gewann Volvo in Deutschland an Bedeutung. Der Erfolg des PV544 erklärte sich durch seine Robustheit, vor allem jedoch durch seine sehr leistungsfähigen Motoren. Die Volvos prägten das Firmenmotto "Sicherheit aus Schwedenstahl".

Der PV, eigentlich als kleiner wirtschaftlicher Wagen konstruiert, bewies seine sportlichen Talente auch bei Motorsportveranstaltungen. Ende der 50er Jahre und in den früheren 60er Jahren fuhr Volvo zahlreiche Siege ein. Zu den bekanntesten Siegen gehört der Rallye-Sieg 1963. 1964 war das erfolgreichste Jahr. Der Schwede beweis, was in einem werkeigenen PV544 Baujahr 1961 steckte: überzeugend gewann T.Trana damit erneut die RAC Rallye und 1965 J.Singh die Rallye Ostafrika.

Motor                                       B 18 A  Vier-Zylinder, 55 kW / 75 SAE-PS

Bohrung x Hub                        79,37 x 80 mm

Hubraum                                 1.775 cm3

Verdichtung                             7,5 : 1

Vergaser                                 1 x Zenith Fallstrom 36 VN

Leistung                                  75 PS SAE bei 4.500 U/min.

Drehmoment                           14,0 mkg SAE bei 3.000 U/min.

Elektrische Anlage, Batterie    12 V mit 60 Ah

Getriebe                                  M 4: Viergang-Schaltgetriebe,

                                                vollsynchronisiert,

Bremsen                                 Hydraulische Trommelbremsen;

                                               (1984 nachträglich vorne umgerüstet auf

                                               Scheibenbremsen)

Karosserie                               selbsttragende Ganzstahl-Karosserie

Radstand                                 2.600 mm

Spur                                        1.295 mm vorn/1.315 mm hinten

Leergewicht                            1.020 kg

Räder                                      4J x 15

Bereifung                                5.90 x 15

 

Buckelvolvo

Geschichte meines Fahrzeuges

OF - O 3H

 

Lt. schwedischen Papieren am 12.07.1961 erstmals zugelassen.

Der derzeitige Besitzer ist am 13.07.1961, also 1 Tag später geboren. Manche kaufen sich eine Originalzeitung ihres Geburtstages, manche eine Flasche Wein ihres Geburtsjahres oder fahren eben einen Oldtimer ihres Geburtsmonats.

 

Mit der Fahrgestellnummer  341.890  ist es ein VOLVO PV 544 C. Diese Baureihe C, Chassis 330.100 bis 367.999 wurde in 37.900 Exemplaren von Juli 1961 bis Juli 1962 gebaut.

 

Dieses Fahrzeug gehörte als Neuwagen einem schwedischen Fabrikanten.

Originalfarbe war: 73 dimgrön (nebelgrün). Es besitzt folgende Sonderausstattung: verchromte Kurbeln für Fenster und Griffe für Türen, Sicherheitsgurte hinten, verschließbarer Tankdeckel, Heckscheibenheizung.

 

Anfang der 80 wurde das Fahrzeug auf eigener Achse nach Deutschland importiert. Das Fahrzeug wurde im Auftrag eines Bäckermeisters aus Flörsheim von der Firma Schröder und Eichler in Hamburg komplett restauriert und mit Original-Neuteilen wieder aufgebaut. Es erhielt diese weinrote Lackierung (Farbe 46 röd), neue Sitze mit Kopfstützen aus seiner späteren Baureihe, komplett neue Innenausstattung und einen Harz-Unterbodenschutz. Die Original-Trommelbremsen vorne wurden gegen Scheibenbremsen ausgewechselt.

Die Firma Schröder und Eichler in Hamburg war damals der führende Restaurator für diese Fahrzeuge. Heute führt Florian Eichler, der Sohn von Firmengründer Gerd Eichler, die Firma unter dem Namen Schwedencar.

 

Das Fahrzeug befand sich 25 Jahre unfallfrei in der Hand dieses Bäckermeisters und wurde dort mehr gepflegt als gefahren. Die regelmäßigen Wartungen wurden von einem alten Werkstattmeister von Volvo Frankfurt, der auf diesem Fahrzeugtyp gelernt hatte, immer persönlich durchgeführt (die Vorderachse muss regelmäßig abgeschmiert werden).

1999 wurde der Originalmotor gegen einen generalüberholten Austauschmotor gewechselt. 

 

Das Fahrzeug hat ein Gutachten nach §21c STVO als authentisch restauriert, alle technischen Baugruppen sind in Originalzustand.

Das Fahrzeug besitzt ein Wertgutachten (Zertifikat-Nr. HJ6T8248) von Classic Data

             

Note 1

Note 2

Note 3

Note 4

Note 5

Note 6

25.700

18.400

12.200

6.300

2.200

0

      Insgesamt: Zustandsnote: 3+

Im März 2010 wechselte dieses Liebhaberfahrzeug in top gepflegtem und voll alltagstauglichen Zustand nach Langen (nun 2 Besitzer in dt. Fahrzeugbrief).

Das Fahrzeug ist unverkäuflich. Kaufanfragen (auch eines Museums) wurden bereits abgelehnt.

 

 

 

Kontakt:buckelvolvo@wilfriedweiss.de